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    Der Airwolf Turbinenantrieb und Waffensystemen
 
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Baubericht VARIO Big AIRWOLF:

Im Mai 2003 habe ich beschlossen, dass ich einen Big Airwolf mit einem 91er OS bauen möchte, da ich diverse Waffen und sonstige Spielereien in den Heil einbauen wollte. Desweiteren sollten die Waffen (Vario Racketenwerfer, und 2 Abschußrohre für Heuler) wie beim "Original" ausfahrbar sein. Fahrwerk und MG's natürlich auch ein-/ausfahrbar. Scalebeleuchtung natürlich ein-/ausschaltbar.

Der einzige der nicht gleich gesagt hat, dass sei Schwachsinn oder nicht Möglich war der Bernd Poeting...
Vario hat damals gesagt, ich solle doch X-Treme oder Sky-Fox einbauen, das fliegen andere auch. Ich habe allerdings nicht verstanden, warum ich in meinem 1,5m Trainer (Futura) mit 5kg einen 15ccm Motor fliege, aber in einem 1,8m Rumpf mit wahrscheinlich 11kg nur 10ccm oder 11,5ccm

Nach einem Besuch beim Bernd Pöting habe ich dann beschlossen einen X-Perience von Vario einzubauen, obwohl Vario davon abgeraten hat.
Also habe ich beim Bernd alles bestellt, was ich glaubte für den Bau zu benötigen.
Ich könnte jetzt ein Buch schreiben, auf welche Probleme ich gestossen bin, daher hier nur ein Auszug:

Ca. 6 Wochen habe ich an der Lösung mit dem ein-/ausfahrbaren Waffenträger gebaut, Unsummen an Material und Elektronik hat dieser Waffenträger verschlungen.
Die X-Perience Mechanik hat sich in sich troz mehrfacher befestigung im Rumpf verdreht, die Mechanik war einfach zu schwach für diese Last ist, mußte also alle GFK-Teile durch ALU-Teile ersetzen (zum Teil selbst hergestellt, da bei Vario nicht im Programm ist). Die 2mm ALU-Seitenplatten habe ich durch 5mm Kohlefaserplatten ersetzt (selbst gefräßt).
Dadurch, dass die Waffen (Racketenwerfer, Heulerabschussrohre) ein-/ausfahrbar sein sollten, musste die Mechanik relativ hoch eingebaut werden. Dadurch passte der Heckantrieb nicht in die Mechanik.
Die Mechanik habe ich nach Anweisung vom Bernd mit 2 Grad Neigung nach vorne eingebaut, um das Heck zu entlasten.
Also habe ich ein Getriebe herstellen müssen, um den Höhenunterschied und gleichzeitig den Winkelunterschied zwischen der Mechanik und der Heckantriebswelle zu kompensieren. (dies alleine dauerte Wochen!!!)
Ebenfalls mehrere Wochen habe ich mit elektronischen Problemen verbracht, da ich mit 10 Kanälen (FC-28) ja bei weitem nicht auskomme. Hierbei bin ich auf sehr freundliche unterstützung bei der Firma Robbe gestossen, diese konnten mir zwar keine Lösung verkaufen. Herr Steuernagel kannte sich allerdings bestens aus, und konnte mir nach einigen Tests, welche er bei Robbe durchgefüht hat (übrigens sehr schnell, und vollkommen kostenfrei) zumindest sagen, was ich auf keinen Fall machen soll. Ich habe mich dann für ein Modul entschieden, welches aus einem Proportionalkanal 6 Schaltkanäle und 2 (leider sehr eingeschränkte) Proportionalkanäle macht. da ich aber auch mit den Schaltkanälen Servos ansteuern musste, habe ich also eine eigene Elektronik entwickelt, welche mir dies ermöglicht.
Das Beleuchtungsset von Vario habe ich kurz nach einem Testlauf im Mülleimer entsorgt, meiner Meinung nach nicht wirklich das was man von Vario erwarten sollte. Nach einem Telefonat mit Scaleheli.de war ich erleichtert, die haben angeblich genau das was ich unter einem Scale-Beleuchtungsset verstehe. Nach ca. 1 Woche habe ich dann das Beleuchtungsmodul mit meinen Wunsch LEDs bekommen, und es war genau das, was ich erwartet habe. Super Ware, Super Service echt wahr!!!
Die grössten Probleme kamen aber zum Schluss die Vibrationen, Resonanzen und nach meiner Ansicht nach zu geringe Drehzahlen am Rotorkopf!
Nach dem ich den Rumpf mit Spanten und Kohlefasermatten nur so übersäht habe, habe ich die Mechanik mit 3mm Kohlefaserplatten oben und 5mm Kohlefaserplatten unten in den Rumpf verankert.
Jetzt waren die Vibrationen weg.
Aber bei ca. 1150 U/Min am Kopf war schlagartig eine Resonanz im Rumpf, die den Heli fast zerlegt hat... hinzukam, dass die Kupplung bei dieser Drehzahl ja nicht richtig greift, also wieder den Bernd nerven!!!
Er meinte ich solle mal vorbeikommen, am Telefon könnte er so nichts mehr sagen.
Ich wollte aber nicht 200km hin und 200km zurück fahren, um dann zu hören das es eben nicht anders geht. Habe also mit Vario telefoniert, dort habe ich dann zu hören bekommen, dass jeder Hubschrauber irgendwann in Resonanz kommt, und man den Airwolf eh' nur mit ca. 1200U/Min fliegt....
Aber ein Herr Preisendörfer von Vario (sehr netter Kontakt) hat mir dann eine Kupplungsglocke mit Zahnriemen verkauft, mit deren Hilfe ich die Übersetzung auf 1:9,3 ändern kann. Dann hätte ich zwar Die Drehzahl nicht erhöht, aber das Kupplungsproblem gelöst.
Da ich aber keine Lust hatte mich nach Monaten damit abzufinden, habe ich die Heckantriebswelle komplett neu gelagert, und mein selbst gebautes Heckgetriebe nochmal neu gemacht. jetzt kam ich auf 1350U/Min!!!!!!
Also habe ich mir einen Drehzahlregler GV-1 gekauft, den ich dann wieder mit einem meiner vielen Kanäle ein-/ausschaltbar gemacht habe. Jetzt konnt ich mir sicher sein, dass ich zumindest die Resonanzdrehzahl von 1350U/Min nicht erreiche!!!
Irgendwie war ich damit dann doch nicht zufrieden, und habe den Bernd Pöting nochmal angerufen. Er meinte komme doch einfach Morgen vorbei. Genau das habe ich dann gemacht. Er schaut sich also am nächsten Tag den Heli an....hat in dann mal kurz geflogen....und was soll ich sagen die "Resonanz-Probleme" lokalisierte er im Heckrotor!!! (keine 20Min.)
Nach wenigen Handgriffen haben wir es dann erneut versucht, und jetzt das Ergebnis:
bei 2100 U/Min am Rotorkopf haben wir wieder Gas rausgenommen!!!
Die Teile für die Untersetzung von Vario habe ich dann natürlich nicht mehr eingebaut.
Jetzt waren also die Probleme mit der Resonanz weg, und schon haben die MGs im ausgefahrenen Zustand angefangen sich aufzuschwingen. Der gesamte Heli hat sich geschuttelt, dann waren die MGs unter den Rumpf gebogen.
Also die Alu-Rohre gegen 4mm CFK austauschen, nach einigen Versuchen, war es dann 3x 5mm CFK Vollmaterial.
Jetzt war alles gut. Jetzt wollte ich wissen, ob er auch ordentlich durch die Luft geht.
Nach einer eng gezogenen Kurfe hörte ich am Himmel nur noch Zahnräder, und Teile vielen vom Heli ab.
Also Motor aus, Heli gelandet, nichts kaputtgegangen, aber der Heckrotor bestand nur noch aus "Fetzen".
Jetzt wurde der Vario
6mm ALU-Heckrotor eingebaut. Und wieder dachte ich jetzt habe ich es endlich.
Beim nächsten Flugversuch habe ich gesehen, wie die Blatthalter beim bedienen des Pitchknüppels nachgegeben haben.
Bei Vario habe ich daraufhin, ALU-Blatthalter bestellt, somit hatte ich jetzt den ALU-Extreme-Rotorkopf.
Jetzt war das Flugverhalten echt genial, leider brach nach max. 5 Minuten die Drehzahl ein, und der Airwolf drehte sich zu Seite weg. Was war passiert? Sobald die Drehzahl am Motor einbrach, gab es ein Schlupf an der Kupplung, diese wurde sofort Heiß und verlor komplett die Haftung.
Was sollte ich also tun? Übersetzungsverhältnis ändern, so lassen, Flugstil ändern oder Antriebsart ändern?
Nach mehreren Telefonaten und einem Besuch bei Bernd Pöting entschied ich mich für das letztere:

eine TURBINE!!!

Jakadofsky PJW-R Limited Turbine, neue Mechanik (FRH), Umrüstung des Rotorkopfes auf 12mm, neues Heckgetriebe, Kerosinversorgung. Ca. 10 bis 12 Wochen habe ich benötigt den Airwolf auf Turbine umzurüsten.
Jetzt war alles Perfekt dachte ich, das Heck war ein wenig nervös, und der Rotorkopf erschien mir ein wenig träge.
Dennoch war der Heli troz der ca. 13kg Abfluggewicht deutlich agiler wie die Verbrennerversion.

Ich war begeistert!!!

Nach ca. 10 Litern Kerosin, war ich etwas mutiger, und habe den Heli um die ersten engen Kurfen gezogen. Plötzlich drehte sich der Heli in einer dieser engen Kurfen um die eigene Achse. Da er sehr tief über den Weinstöcken war, schaffte er es nur 2 oder 3 mal um die eigene Achse, dann schlug das Heck in einen der Weinstöcke!
Der Heli war nur noch Schrott. Die Turbine hat mehrere rote Weintrauben durchgezogen, somit hatte auch die Turbine einen ordentlichen Schaden. Nachdem ich mir am nächsten Tag alles nochmal angesehen habe, war die Ursache klar.

Das Heckservo von Robbe ist in Vollanschlag gefahren, ich hatte keine Chance. Dies erklärte auch das nervöse Heck.

Am nächsten Tag habe ich eine Liste mit den benötigten Teilen zusammengestellt, und begonnen einen komlett neuen Airwolf zu bauen. Der Vorteil an diesem 2. Airwolf liegt darin, dass man beim 2. immer weiß wie man es besser machen kann. So wurde aus dem 2. Airwolf ein wahrer Traum!!!

Wenn jetzt noch jemand fragt, warum man eine Turbine benötigt, bitte hier mal reinhören: Turbinenstart